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Es existiert kein Rezeptbuch. Jede Aufgabe ist anders, stellt andere Fragen und Anforderungen. Antworten werden auf verschiedensten Ebenen gesucht: Die Wahrnehmung des Ortes, die genaue Analyse des Bestehenden, seine Geschichte, seine Umgebung ist eine Quelle. Die intensiven Gespräche mit den Auftraggebern liefern weitere wichtige Hinweise. Inspiriert durch die eigene Geschichte, eingeprägte Bilder, Erfahrungen und Wahrnehmungen aus dem eigenen Fundus und jenem von Vorbildern werden Lösungen geformt. Schritt für Schritt werden Entscheide gefällt, Stein an Stein gefügt, wächst das Puzzle zum Ganzen.

 

Energieeffizienz, Nachhaltigkeit:
Nachhaltiges Bauen, also die Optimierung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen eines jeden Projektes, sehen wir als unsere Verpflichtung an. Unsere Bauten sollen unseren Nachkommen nicht zur Last fallen und ihnen auch nicht die lebensnotwendigen Ressourcen wegfressen.
Technisch ist heute vieles möglich. Die Kunst ist es, die Technik richtig zu wählen und einzusetzen. Verhältnismässigkeit ist gefragt. Wir suchen die Verschmelzung bewährter Erfahrungen unserer Vorfahren mit neusten Technologien der Zukunft. So wird energieeffizientes, nachhaltiges Bauen nachvollziehbar und für alle erschwinglich.

Sanierung, Bauerneuerung:
(Referat ”Bauerneuerung als architektonische Aufgabe”, 1997)
”Die Beobachtung, dass bei Sanierungen oft zu wenig oder überhaupt nicht architektonisch gedacht wird, stimmt nachdenklich. Allzuoft wird unbefriedigende Bausubstanz durch unsorgfältige Bauer-neuerung für weitere Jahrzehnte manifestiert bzw. durch fehlende oder zweifelhafte Sanierungs-konzepte sogar verschlechtert.
Stattdessen müssen die Architekten ihr Engagement verstärken und sich den oft höchst anspruchsvollen Aufgaben im Bereich Bauerneuerung annehmen. Jede Sanierung verlangt mehr, als das Anbringen einer Aussendämmung. In jedem Fall wird Bestehendes verändert. Aufgabe der Architekten muss es sein, vorhandene Anlagen genau zu analysieren und zukunftsorientierte, objektbezogene Gesamtlösungen zu konzipieren. Es öffnen sich einzigartige Chancen, unseren Lebensraum im weiteren, unseren Wohnraum im engeren den neuen Bedürfnissen entsprechend neu zu gestalten. (...)”